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Deutung der Aspektfiguren

Reine Harmonieaspekte teilen den Kreis durch drei. Dies sind Trigon (120°) und Sextil (60°). Das große Trigon ist ein symmetrisches geschlossenes Dreieck. Hierbei wirken alle Vertreter desselben Elements miteinander; die Unterstützung des Horoskopeigners kommt also vorwiegend aus diesem Element. Hier sind „die Götter gewogen“, was zwar Zufriedenheit vermittelt, aber an Tatkraft mangeln lässt, da hier keine Spannungsaspekte wirken.

Reine Energieaspekte teilen den Kreis durch zwei. Dies sind Opposition (180°) und Quadrat (90°); auch die Konjunktion zählt hierzu, denn hier teilen sich zwei Planeten eine Position.

Das geschlossene Quadrat oder große Kreuz ist das genaue Gegenteil zum Trigon, denn hier wirken ausschließlich energiegeladene Spannungen im geschlossenen Verbund miteinander. Der Eigner dieses Horoskops erbringt große Leistungen, wird aber selten zur Ruhe kommen. Er wirkt oft gehetzt und trägt eine erhöhte Unfallgefahr, da Ruhe ihm gefährlich erscheinen muss. Das sogenannte T-Quadrat wird nur aus drei Positionen in diesen Winkeln gebildet, hat aber dieselben Energien.

Mischformen aus harmonischen und energetischen Aspekten sind leichter zu tragen, denn hier kann man durch Änderung des Blickwinkels bei auftretenden Lebensproblemen mehr Energie einpflegen oder ruhige Kraft tanken, je nach Bedarf. Typisch dafür ist der Drachen. Hier wird eine Opposition von einem Trigon getragen beziehungsweise ein Trigon durch eine Opposition energetisiert. Dies Aspektbild gleicht jenem Drachen, den man als Papiermodell im Herbstwind steigen lässt.

Auch das Rechteck bietet diese Möglichkeiten der inneren Steuerung. Hier stehen zwei Oppositionen im Trigon/Sextil zueinander, pflegen also harmonische Verständigung. Von seltener Schönheit, weil mindestens sechs Himmelslichter in gleichem Abstand verteilt stehen müssen, ist das geschlossene Sextil. Wegen der Stellung zweier gegensätzlicher Trigone wird dieses Bild auch als Davidstern bezeichnet. Hier ergänzen sich die Harmonien durch die natürlich entstehenden Oppositionen zu friedvoller Tatkraft.

„Der Gottesfinger“ ist ein einfaches Sextil, das von einem mittig-oppositionellen Gestirn bestrahlt wird. Dieses spitze Dreieck (150°-Aspekt) gibt wandelnde und analytische Ausdauer.